Gedichte
Der richtige Weg
09. Jan
“Kennst du den Weg?”, fragte er.
Er war sich nicht sicher, wie sie reagieren würde.
Wo wollte er bloß hin? Sie hatten sich doch eben erst kennen gelernt. Verständnislos blickte sie ihn an. “Wie meinst du das? Wo möchtest du denn plötzlich hin?”
“Ich möchte nirgendswo hin”, still starrte er in die Ferne. Große Vögel zogen am Himmel kreise. Es war ein schöner Herbsttag. Die letzten Blätter fielen von den Bäumen und er saß ganz alleine neben ihr auf einer Bank im Stadtpark.
Es war ein schönes Gefühl nach langer Zeit mit jemandem reden zu können.
“Ich verstehe nicht?! Welchen Weg meinst du?”, sie sah ihn fragend an.
“Wenn ich nur wüsste, wo es hingeht.”, er atmete tief.
Sie kannten sich nicht, doch waren sie sich keine Fremden. Ihr freundliches Lächeln, diese weißen Zähne, dachte er.
Vor nicht ganz zwanzig Minuten hatte er sie angesprochen. Sie war erfolgreich, stand fest im Leben – hatte ein Ziel. Er jedoch lebte Tag für Tag, immer die gleichen Gedanken und Gefühle die ihn verfolgten. Jeder Tag hatte diesen grauen Schleier angenommen. Früher war das Leben so einfach, nach der Arbeit hatte er immer Zeit für seine Freunde und die Hobbys gehabt. Doch diese Zeiten sind vorbei, er hatte niemanden mehr.
“Ich möchte ein neues Leben beginnen, in einer neuen Welt”, er klang fast weinerlich, doch das wollte er nicht sein. Reiß dich zusammen Sebastian, dachte er, es kann so nicht weitergehen. Er sah auf, Tränen standen ihm in den Augen. Er lächelte sie an: “Sarah”, sagte er. “Ich möchte, dass du weißt, dass du wunderschön bist. Lass dir von niemandem sagen, dass du es nicht Wert bist sein Freund zu sein. Erlebe dein Leben und lerne zu vertrauen.”
Er stand auf, sah ihr für einen kurzen Augenblick ins Gesicht – wie schön es doch war, es gab ihm ein gutes Gefühl, wenn er doch nur immer so verweilen könnte, dachte er sich – und ging mit hängenden Schultern den blätterbedeckten Weg entlang. Sie würde ihm nicht folgen, das war ihm klar.
Vielleicht würde man ihn irgendwann verstehen, wenn er nach dem Weg fragt.
Schweigen.
07. Jan
Wieso sprechen wir so viel, wenn wir nichts zu sagen haben?
Zu allem eine Meinung zu haben.
Immer alles mitzuteilen.
Es ist nicht einfach. Nutze jedes Wort gewählt.
Ansonsten ist Reden nicht einmal Silber und Schweigen weit mehr als Gold!
Zeit
16. Okt
Einst – vor tausenden vor Jahren
werden wir durch die Welt laufen
und allen Menschen die wir treffen erzählen,
wie es in huntert Jahren gewesen sein wird.
Und wir werden vor tausenden von Jahren
zusammen im Meer liegen und uns küssen,
bis die Tränen die Zeit so unwichtig erscheinen lassen, wie sie ist.
Jeder hat sie nur begrenzt
und niemand hat das Privileg ewig auf dieser Welt zu bleiben.
Grade weil wir nicht ewig Zeit haben,
aber doch immer wenn wir es wollen, sollten wir sie vergessen
und Leben bis wir es nicht mehr mitbekommen, dass unsere Zeit hier längst vorrüber ist.
Spuren im Sand
13. Aug
Verwaschen
Nur einmal gegangen, nur einmal geprägt
durch die Gezeiten vertragen
verschwunden im Rausch der Zeit
Verliebt für den Augenblick.
Die rote Sonne verschwindet im türkisblauen Meer
niemand erlebt den Moment so wie du
niemand fühlt was du fühlst und
niemand weiß was in die vorgeht
Lasse dein Leben nicht an dir
vorbeiziehen sondern beginne heute
dein Leben in die Hand zu nehmen
und das zu tun, wozu du in der Lage bist.
I used to laugh
23. Jul
don’t be shy
at night
under the pine-tree
when the warm wind grasps your mind
close your eyes
feel the infinity
sense the grit under your feet
silence
satisfaction
happiness
the desire to hug the world
Disco
08. Jul
sitting
listening to the beat
feeling the deep sound of rhythm
flying across the ocean of light
dancing to the music
smiling
Du fehlst…
21. Jun
Wenn dein Herz Achterbahn fährt
und jede Farbe der Welt in dein Auge fällt,
wirst du dann glauben,
dass alles einen Sinn hat?
Alle Trauer der Welt im Erdgeschoss der Liebe vereint.
Das einzige Lied das uns verbindet – nur einmal gesungen.
Der letzte Tropfen Hoffnung durch das Sieb des Augenblicks.
Die Liebe die mich dir verzagt.
worth it?
14. Jun
smiling against the worlds hate
talking against the wall of animosity
living with the pain of rancor
animus chases the dreams through my head
hatred against strangers
odium against myself to be a human
shadow
14. Jun
behind your slow dark shadow
near the untouchable feeling of pain
nothing creeps over your body that deep
it touches your soul
grasp the understandable
let the world turn
and live your life!